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Bundestagswahl 1965

Ergebnisse und Statistiken

Endergebnis Bundestagswahl 1965 Balkendiagramm

Die Bundestagswahl am 19. September 1965 bestätigte die bisherige Regierung aus CDU/CSU und FDP und führte zur Wiederwahl von Bundeskanzler Ludwig Erhard. Die CDU/CSU erreichte 47,6 % der Zweitstimmen und blieb damit stärkste Kraft. Die SPD unter Kanzlerkandidat Willy Brandt konnte ihr Ergebnis auf 39,3 % verbessern, blieb aber in der Opposition. Die FDP kam auf 9,5 % und konnte damit erneut als Koalitionspartner der Union fungieren. Sonstige Parteien erhielten 3,6 %, wobei keine die Fünf-Prozent-Hürde überwand.

Die Sitzverteilung im 5. Deutschen Bundestag stellte sich wie folgt dar: CDU/CSU erhielt 251 Sitze, die SPD 202 Sitze und die FDP 48 Sitze. Mit einer stabilen Mehrheit von 299 der 496 Mandate konnte Ludwig Erhard am 17. Oktober 1965 als Bundeskanzler bestätigt werden und setzte die Koalition mit der FDP fort.

Der Wahlkampf stand unter dem Zeichen des wirtschaftlichen Wohlstands in der Bundesrepublik, der durch das sogenannte „Wirtschaftswunder“ geprägt war. Erhard, der als Vater der Sozialen Marktwirtschaft galt, trat mit dem Versprechen an, die wirtschaftliche Stabilität weiterzuführen. Die SPD unter Brandt präsentierte sich als moderne Reformpartei und setzte auf eine sozial gerechtere Politik. Themen wie Bildung und soziale Sicherheit gewannen zunehmend an Bedeutung.

Die Wahlbeteiligung lag bei 86,8 % und war damit weiterhin auf einem hohen Niveau. Obwohl Erhard die Wahl gewann, geriet er in den folgenden Jahren zunehmend unter Druck. Wirtschaftliche Probleme und Spannungen in der Koalition führten schließlich 1966 zum Bruch der Regierung und zur Bildung einer Großen Koalition unter Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger.

Sitzverteilung im Bundestag 1965

Endergebnis Bundestagswahl 1965Kuchendiagramm

  • CDU/CSU: 245 Sitze
  • SPD: 202 Sitze
  • FDP: 49 Sitze


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