Bundestagswahl 1994
Ergebnisse und Statistiken
Die Bundestagswahl am 16. Oktober 1994 führte zu einer knappen Bestätigung der bestehenden schwarz-gelben Regierungskoalition unter Bundeskanzler Helmut Kohl. Die CDU/CSU erzielte 41,4 % der Zweitstimmen, während die SPD unter Rudolf Scharping 36,4 % erreichte. Die FDP kam auf 6,9 %, und Bündnis 90/Die Grünen zogen mit 7,3 % erstmals als vereinigte Partei in den Bundestag ein. Die PDS erreichte 4,4 % der Zweitstimmen, scheiterte damit zwar an der Fünf-Prozent-Hürde, konnte jedoch aufgrund von Direktmandaten mit 30 Abgeordneten in den Bundestag einziehen. Die Wahlbeteiligung lag bei 79,0 %.
Die Sitzverteilung im 13. Deutschen Bundestag gestaltete sich wie folgt: CDU/CSU 294 Sitze, SPD 252 Sitze, Bündnis 90/Die Grünen 49 Sitze, FDP 47 Sitze und PDS 30 Sitze. Trotz Verlusten konnte die Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP ihre Mehrheit knapp behaupten, und Helmut Kohl wurde am 16. November 1994 erneut zum Bundeskanzler gewählt.
Der Wahlkampf war geprägt von wirtschaftlichen Themen und der Frage nach der Bewältigung der deutschen Einheit. Die SPD trat mit Rudolf Scharping als Kanzlerkandidat an, der zusammen mit Gerhard Schröder und Oskar Lafontaine die sogenannte "Troika" bildete. Trotz höherer Sympathiewerte für Scharping konnte die SPD die Wählermehrheit nicht für sich gewinnen.
Insgesamt zeigte die Wahl eine zunehmende Fragmentierung der Parteienlandschaft, wobei kleinere Parteien wie Bündnis 90/Die Grünen und die PDS an Bedeutung gewannen. Die knappe Mehrheit der Regierungskoalition führte in der folgenden Legislaturperiode zu intensiven politischen Debatten und erforderte verstärkte Kompromissbereitschaft zwischen den Parteien.
Sitzverteilung im Bundestag 1994
- CDU/CSU: 294 Sitze
- SPD: 252 Sitze
- FDP: 47 Sitze
- Grüne: 49 Sitze
- Linke: 30 Sitze