Bundestagswahl 2009
Ergebnisse und Statistiken
Die Bundestagswahl am 27. September 2009 führte zu einem Machtwechsel in Deutschland und markierte das Ende der Großen Koalition zwischen CDU/CSU und SPD. Die Union unter Angela Merkel blieb mit 33,8 % der Zweitstimmen stärkste Kraft, während die SPD mit nur 23,0 % ihr bis dahin schlechtestes Wahlergebnis in der Geschichte der Bundesrepublik erzielte. Die FDP erzielte mit 14,6 % ihr bestes Ergebnis und wurde drittstärkste Kraft. Die Linke konnte sich auf 11,9 % verbessern, und auch die Grünen erreichten mit 10,7 % ein starkes Ergebnis. Die sonstigen Parteien, darunter die erstmals antretende Piratenpartei, kamen zusammen auf 6,0 %.
Auf Basis dieser Wahlergebnisse veränderte sich die Sitzverteilung im Bundestag erheblich. Die CDU/CSU erhielt 239 Sitze, die SPD nur noch 146 Mandate. Die FDP konnte ihre Fraktionsstärke deutlich auf 93 Sitze erhöhen, während Die Linke 76 und die Grünen 68 Sitze erhielten. Damit hatten CDU/CSU und FDP gemeinsam eine klare Mehrheit, sodass Angela Merkel eine schwarz-gelbe Koalition bildete. Die SPD ging nach elf Jahren Regierungsbeteiligung in die Opposition.
Die Wahlbeteiligung lag bei 70,8 % und damit etwas niedriger als bei der vorherigen Bundestagswahl 2005. Die neu gegründete Piratenpartei erreichte aus dem Stand 2,0 %, verfehlte jedoch den Einzug in den Bundestag. Auch die rechtsextreme NPD sowie die Republikaner blieben unter der Fünf-Prozent-Hürde. Die Wahl 2009 war somit ein entscheidender Wendepunkt in der deutschen Politik, der das Parteiensystem erneut veränderte und die Liberalen in eine starke Regierungsposition brachte. Die schwarz-gelbe Koalition blieb jedoch nur für eine Legislaturperiode bestehen, da sich innenpolitische Spannungen und die Folgen der globalen Finanzkrise auf die Regierungsarbeit auswirkten.
Sitzverteilung im Bundestag 2009
- CDU/CSU: 239 Sitze
- SPD: 146 Sitze
- FDP: 93 Sitze
- Grüne: 68 Sitze
- Linke: 76 Sitze